Die traditionelle musikalische Andacht zur Sterbestunde am Karfreitag, 3. April, um 15 Uhr, wird in diesem Jahr besonders reichhaltig: Auf dem Programm steht die Hamburger Passion (ursprünglich Reinhard Keiser zugeschrieben), eine im norddeutschen Raum des 18. Jahrhunderts weit verbreitete Passionsmusik. Wie damals üblich, entstanden verschiedene Fassungen durch Abschriften und Anpassungen – auch Johann Sebastian Bach führte das Werk mehrfach in unterschiedlichen, rekonstruierbaren Versionen auf.
In Helmstedt erklingt die Fassung, die Bach am Karfreitag 1726 in der Leipziger Nicolaikirche aufführte. Dieses spannende Experiment gestalten die Bachkantorei gemeinsam mit Instrumentalisten des Kammerorchesters und Vokalsolisten unter der Leitung von Propsteikantor Mathias Michaely. Die Aufführung dauert ca. 1½ Stunden. Liturg ist Pfarrer Martin Pyrek.
